Buslinie 320 verunsichert Herbeder Fahrgäste

Bei Herbeder Fahrgästen sorgt die Buslinie 320 derzeit für Verwirrung und Hektik. Mit einer Anfrage haben der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Uwe Rath und SPD-Ratsherr Klaus Pranskuweit die Stadtverwaltung auf die aktuellen Probleme aufmerksam gemacht, die mit der Sperrung der Ruhrbrücke für die schweren Gelenkbusse im Zusammenhang stehen. Diese hat für drei Haltepunkte Ersatzregelungen nach sich gezogen, die einerseits für die Fahrgäste unklar sind und andererseits nicht von allen Busfahrer*innen verlässlich eingehalten werden.

Klaus Pranskuweit

Weil die Gelenkbusse nicht mehr über die Ruhrbrücke fahren dürfen, informiert ein Aushang an der Haltestelle „Herbede Mitte“ die Fahrgäste darüber, dass sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite im Bereich Friedrichstraße einsteigen müssen, wenn sie nach Witten gelangen wollen. „Immer wieder stoppen die Busse aber doch an der alten Haltestelle“, beklagt Klaus Pranskuweit: „Vor allem für Fahrgäste, die nicht so gut sprinten können, ist das ein Problem. Denn es liegen circa 100 Meter zwischen beiden Haltepunkten.“ Für Menschen, deren Beweglichkeit eingeschränkt ist, sei das schlicht eine Zumutung, betonen die Sozialdemokraten.

Dr. Uwe Rath

Die beiden Haltestellen „Herbeder Straße“ und „Haus Herbede“ werden von der Buslinie 320 aufgrund der Brückenproblematik grundsätzlich nicht mehr angefahren, weil die Gelenkbusse auf die Autobahn ausweichen müssen. Wer wie bisher im Bereich der beiden betroffenen Haltestellen aussteigen möchte, könnte nun die VER-Schnellbuslinien 38 und 67 nutzen. Sie dürfen aufgrund ihrer Normalgröße weiter über die Ruhrbrücke rollen.

Schnellbus stoppt nur auf Anfrage

„Doch sie halten in der Regel nur auf ausdrücklichen Wunsch des Fahrgastes dort an – und die Fahrer stoppen dort offenbar nur sehr ungern“, schildert Klaus Pranskuweit das Problem. Es handele sich eben nicht um planmäßige Haltepunkte dieser Linien. „Es muss für beide Fälle eine klare Regelung für Fahrer*innen und Fahrgäste geben“, fordert er gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden.

Kein Aushängeschild für den ÖPNV

Die beiden Sozialdemokraten wünschen sich, dass die Probleme schnell behoben werden. Schließlich müssten die Herbeder sich noch einige Jahre lang mit diesen Regelungen arrangieren. „ Der jetzige Zustand ist jedenfalls kein Aushängeschild für einen attraktiven ÖPNV“, betonen die Ratsherren. Dabei sei es doch aus Gründen des Klimaschutzes heute viel wichtiger als jemals zuvor, dass mehr Menschen motiviert werden, Busse und Bahnen zu nutzen.