Personalnot im Jugendamt muss schnell behoben werden

Christoph Malz

 

Im Jugendhilfe- und Schulausschuss wurde jetzt bekannt, dass im Jugendamt eine große Personalnot herrscht. Vor diesem Hintergrund  hat die SPD-Fraktion  umgehend eine Anfrage auf den Weg gebracht. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christoph Malz und die schul- und jugendpolitische Sprecherin Dr. Birte Güting möchten von der Stadtverwaltung wissen, welche Lösungen sie anstrebt. Konkret erkundigen sie sich auch, ob es möglich wäre, dem Jugendamt zügig 20 derjenigen Stellen zuzuschlagen, die derzeit innerhalb der Stadtverwaltung unbesetzt sind.

 

„Die Probleme müssen schnellstens gelöst werden, offenbar kann das Jugendamt selbst pflichtige Aufgaben nicht mehr zeitnah erledigt werden“, begründet Christoph Malz diese Initiative. Er erinnert daran, dass derzeit zahlreiche Familien vergeblich auf die Zustellung ihrer Bescheide für OGS und Tagespflege warten. „Wie sich jetzt gezeigt hat, sind im gesamten Bereich der Jugendhilfe Planstellen nicht besetzt und die vorhandenen Mitarbeiter sind überfordert“, verdeutlicht er die Dringlichkeit weiter. Birte Güting ergänzt: „Im Jugendamt gibt es die meisten Überlastungsanzeigen von Beschäftigten, Personalwechsel sind dort am häufigsten.“

 

Waren alle Stellen ausgeschrieben?

 

Die beiden Sozialdemokraten möchten daher wissen, ob es im Jugendamt schon viele  Überlastungsanzeigen gab, als noch alle Stellen besetzt waren. „Wie viele Stellen sind insgesamt vakant?“, fragen sie und haken weiter nach, ob diese alle schon zur Neubesetzung ausgeschrieben wurden. „Wichtig ist es uns auch zu erfahren, ob sie nur intern oder auch extern ausgeschrieben waren – und natürlich, woran die Neubesetzung gescheitert ist“, erklären die Jugendpolitiker.

Nicht zuletzt möchten sie wissen, ob das Kindswohl durch die Personalnot im Jugendamt zu irgendeinem Zeitpunkt akut gefährdet war oder sogar noch ist. „Davon gehen wir zwar nicht aus, denn wir vertrauen der Verwaltung. Eine genaue Antwort auf diese wichtige Frage hätten wir trotzdem gerne, denn es werden sich auch viele Bürgerinnen und Bürger darüber Sorgen machen.“