Internationale Gartenausstellung 2027: Zwei Ruhrfenster verändern die Stadt

Der Startschuss für die Internationale Gartenausstellung (IGA) fällt am 23. April 2027, doch bislang ist in Witten noch wenig zu sehen. Das soll sich nun ändern, denn der städtische Fachausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klima hat in seiner letzten Sitzung einem Antrag unserer Fraktion zugestimmt, dem sich auch die Fraktion Die Linke+ angeschlossen hatte. Als erstes Resultat wehen inzwischen die IGA-Fahnen an der Ruhrstraße – gegenüber von Haus Witten.

Frühzeitig informieren

„Es liegt im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, wenn die Verwaltung frühzeitig auf das Ereignis hinweist und darüber informiert, was sich in Witten durch die IGA tut“, begründet unser Fraktionsvorsitzende Dr. Uwe Rath seine Initiative für den Antrag. „An den Standorten der IGA in unserer Stadt sollten bald Banner aufgehängt und Infotafeln aufgestellt werden“, schlägt Stefan Borggraefe, Ratsherr der Fraktion Die Linke+, eine konkrete Maßnahme vor.

Was wirkt weiter?

Wenn die IGA-Leitung wider Erwarten solches Material nicht zur Verfügung stellen könne, solle die Stadt selbst aktiv werden und dort Fahnen sowie kleine Tafeln mit einem QR-Code platzieren, der zur IGA-Homepage mit den Informationen über die Wittener Projekte führt. „Es soll sichtbar sein, was zur Eröffnung bzw. im IGA-Jahr zu erleben sein wird und welche Maßnahmen als langfristige Stadtentwicklungsprojekte über 2027 hinaus wirken“, bekräftigt der Ratsherr.

Verantwortliche benennen

„Darüber hinaus muss es in der Stadt aber auch eine Anlaufstelle geben, die für die inhaltliche Unterstützung der IGA-Anliegen verantwortlich ist“, ergänzt Uwe Rath. Für deren Einrichtung zu sorgen, sei auch ein wesentlicher Teil des aktuellen Auftrags an die Stadt. Denn es sei wichtig, dass nach der Eröffnung der IGA Touren oder andere Veranstaltungen die Informationen zur Entwicklung an ihren Wittener Standorten noch weiter vertiefen. 

Verspätungen

Leider sei inzwischen klar, dass wichtige Bestandteile des Projektes „Ruhrfenster Muttental“ erst nach der IGA fertiggestellt werden könnten: „Das trifft auf das neue Besucherzentrum der Zeche Nachtigall und auf den neuen Parkplatz an der Nachtigallbrücke zu.“

Kein bloßes Sommerfestival

„Aber bei der IGA handelt es sich ja nicht um ein kurzfristiges Sommerfestival, sondern um den Auftakt zu einer langfristigen Stadtentwicklung“, unterstreicht der Sozialdemokrat in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung. Das gelte auch, wenn Witten nicht zu den Hauptstandorten der IGA gehöre.

Bleibendes

„Am Mühlengraben soll aber noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Aussichtsterrasse und einer Freitreppe begonnen werden, die künftig einen besseren Zugang zum Ruhrufer ermöglichen. Dies ist eines von mehreren durch die IGA ermöglichten Projekte, von denen die Menschen in Witten noch viele Jahre etwas haben werden“, ergänzt Stefan Borggraefe Informationen zum zweiten Wittener Projekt, dem „Ruhrfenster Mühlengraben“.

Transparente Information

Aus Sicht der beiden Lokalpolitiker ist eine ehrliche und transparente Information direkt im Stadtbild der beste Weg dafür zu sorgen, dass die Öffentlichkeit die beiden Wittener IGA-Projekte von Anfang an positiv begleitet: „Vor allem dort, wo sie erst später Gestalt annehmen können. Dort ist erst recht eine Erläuterung dazu nötig, was langfristig für unsere Stadt geschaffen wird.“

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