Aktualisierung: Die Stadt soll ehrenamtlichen Einsatz künftig mit Schildern würdigen

„Wer sich für eine Bereicherung des öffentlichen Raumes einsetzt, sollte dafür gewürdigt werden.“ Diese Auffassung teilt unsere Ratsfraktion mit den Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke+. Damit das künftig geschehen kann, haben sie einen gemeinsamen Antrag zu diesem Thema gestellt. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Klima wurde er nach einer Textanpassung nun sogar einstimmig verabschiedet. Dementsprechend hat die Stadtverwaltung jetzt den Auftrag erhalten, Ideen dafür zu entwickeln, wie ein solches besonderes Engagement künftig sichtbar gemacht werden kann.

Wunsch nicht erfüllbar

„Wir haben alle sehr bedauert, dass die Stadt keine Möglichkeit hatte, dem Wunsch der Enkelinnen von Bruno Weischer nachzukommen, den kleinen Spiel- und Begegnungsplatz an der Lessingstraße nach ihrem Großvater zu benennen“, begründet unsere stv. Fraktionsvorsitzende Patricia Podolski die Initiative. Der inzwischen verstorbene Bewohner dieser Straße hatte sich lange und erfolgreich dafür eingesetzt, dass am Ende der Sackgasse die kleine Spielanlage entstehen konnte.

Lückenschluss nötig

„Doch die Stadt hatte aufgrund gesetzlicher Vorgaben leider keine Möglichkeit, ihr offiziell einen Namen zu geben“, stellt Dr. Ralf Schulz, Ratsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen klar. „Hinweistafeln oder andere Infoelemente könnten aus unserer Sicht jedoch diese Lücke schließen“, bekräftigt Stefan Borggraefe aus der Fraktion Die Linke+.   

Vorschläge aus der Bevölkerung

Konkret ist die Verwaltung nun damit beauftragt, ein Konzept dafür zu entwickeln. Dafür haben die drei antragstellenden Fraktionen ihr drei Anregungen mit auf den Weg gegeben: Das Vorschlagsrecht für die Würdigung sollte ausschließlich aus der Bevölkerung kommen. Falls es konkurrierende Vorschläge gibt, sollten die Wittenerinnen und Wittener nach der Vorstellung von SPD, Grünen und Linken+ selbst darüber abstimmen, z.B. in einem Online-Votum.

Kriterien für die Würdigung

 „Wir möchten, dass die Verwaltung, die Kriterien und das Verfahren für die Würdigung erarbeitet. Das Ergebnis soll aber dann von der Politik bestätigt werden“, beschreibt Ralf Schulz den dritten Aspekt der Anregungen. „Zum Gesamtbild gehört natürlich auch eine Übersicht über die Kosten, die so entstehen werden“, ergänzt Stefan Borggraefe.

Breite Basis geschaffen

Ursprünglich sollten diese Anregungen als Eckpunkte direkt in das Konzept einfließen. Doch da die anderen Fraktionen sich in der Sitzung am 2. Juli eine offenere Herangehensweise wünschten, wurde der Text entsprechend verändert. So konnten alle zustimmen und das Anliegen steht nun auf einer breiten Basis.

Den Zusammenhalt stärken

Patricia Podolski unterstreicht die grundsätzliche Bedeutung des gemeinsamen Vorstoßes: „Ehrenamtliches Engagement trägt maßgeblich zur Lebensqualität in Witten bei und stärkt den Zusammenhalt in unserer Stadt. Ohne diesen Einsatz wären zahlreiche Projekte, die den öffentlichen Raum heute aufwerten, gar nicht erst entstanden.“

Verlässliche Wege

Darum ist sie sich mit Ralf Schulz und Stefan Borggraefe einig: „Wir müssen verlässliche Wege finden, dort wo es angebracht ist, auf den Einsatz aus der Bevölkerung aufmerksam zu machen. Das kann zum Beispiel auf Spiel- oder Aufenthaltsflächen der Fall sein.“ Ein sichtbares und dauerhaftes Zeichen der Wertschätzung stärke zugleich auch das Engagement für Witten und die hier lebenden Menschen.

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