Tempo ´runter im Waldstück der Ardeystraße!

Nur eine Geschwindigkeitsreduzierung könnte nach Meinung unserer Fraktion der Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer*innen in einer Kurve der Ardeystraße erfolgreich begegnen. Doch die Unfallkommission sieht dazu offenbar keinen Anlass.

70 km/h sind zu schnell

Für die mit dem Thema befassten Ratsmitglieder unserer Fraktion ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar. „Wir haben uns bereits Ende letzten Jahres in einem Antrag dafür eingesetzt, Tempo 50 statt 70 für den Bereich zwischen der Hausnummer 306 und der Einmündung Herdecker Straße einzuführen“, erinnert Ratsherr Holger Jüngst.

Leitplanken und Schilder

Doch nach einem Treffen im April hat die Unfallkommission beschlossen, in dem Gefahrenbereich nur die Leitplanken zu verlängern und pfeilförmige Richtungstafeln anzubringen. Außerdem sollen Ortseingangs- und -ausgangsschilder den Autofahrer*innen künftig eine bessere Orientierung bieten.  Der zuständige Landesbetrieb Straßen NRW hat diesen Beschluss gemeinsam mit der Stadtverwaltung, der Polizei und der Bezirksregierung gefasst.

Drei schwere Unfälle

„In der Kurve haben sich bereits drei schwere Unfälle ereignet. Wir bezweifeln, dass sie durch die geplanten Maßnahmen sicherer wird“, erklärt unser Fraktionsvorsitzender Dr. Uwe Rath, der den Antrag auf Geschwindigkeitsreduzierung unterstützt hatte.  Die Stadt sollte darin aufgefordert werden, auf den Landesbetrieb entsprechend einzuwirken.

Messung der Geschwindigkeit

Allerdings hatte der Fachausschuss für Mobilität und Verkehr im Januar bei der Diskussion des Antrags nur beschlossen, auch mit Blick auf die ebenfalls geforderten Radwege für beide Fahrtrichtungen, „das Geschwindigkeitsniveau vorab durch ein Seiten-Mess-Radar zu erheben.“  

Wo bleiben die Ergebnisse?

„Hat es denn inzwischen Messungen gegeben? Wie ist das Ergebnis ausgefallen?“, fragt sich Holger Jüngst mit Blick auf die bereits veröffentlichte Entscheidung der Unfallkommission: „Wir haben darüber gar keine Kenntnis.“ Auch unser Ratsherr Tim Koch, der sich mit ihm für eine Temporeduzierung eingesetzt hatte, wünscht sich dazu dringend Informationen: „Schließlich hat es in dieser Kurve sogar schon ein Todesopfer gegeben.“

Ortsschilder reichen nicht aus

Der SPD-Verkehrspolitiker Claus Humbert wünscht sich ebenfalls dringend eine andere Lösung: „Die gefährliche Kurve führt zwar durch das Waldgebiet Herrenholz, doch 70 km/h sind dort einfach zu schnell. Gerade weil vor ihr und hinter ihr Wohngebiete liegen, macht es doch Sinn, in dem gesamten Bereich ein gemäßigtes Tempo anzuordnen und nicht nur Ortsschilder aufzustellen.“

Viele gute Gründe für Tempo 50

Holger Jüngst nennt weitere gute Gründe für Tempo 50: „Da die Straße durch den Wald führt, gibt es viel Freizeitverkehr und es überqueren immer wieder Spaziergänger und Spaziergängerinnen die Straße, etwa wenn sie vom Richtung Schnee gelegenen Parkplatz aus ihre Wanderung antreten.“  Die hohe Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge stelle für sie ein hohes Risiko dar. Zudem ergebe sich bei großer Verkehrsdichte eine Unfallgefahr, wenn PKW abbremsen, um auf den Waldparkplatz abzubiegen.

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