Wo rechtsradikale Schmierereien ein fröhlich-buntes Wandmotiv von Jugendlichen verschandeln, muss dringend gehandelt werden. Mit dieser Überzeugung haben sich Tanja Knopp und Frank Kleiner, unsere Ratsmitglieder aus Stockum, im Haupt- und Finanzausschuss durchgesetzt.
Thema im Hauptausschuss
Beide hatten bereits im Februar mit Unterstützung unseres Fraktionsvorsitzenden Dr. Uwe Rath beantragt, dass die Stadtverwaltung prüfen soll, wie das Wandbild an der Stockumer Sporthalle von den aufgeschmierten Schriftzügen befreit werden kann. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses haben diesem Anliegen nun einhellig zugestimmt.
Restaurierung oder neue Aktion?
„Vielleicht könne das Bild ja restauriert werden. Oder es könnte eine Aktion gestartet werden, in der Stockumer Jugendliche an dieser Stelle ein neues Motiv gestalten“, schlägt Tanja Knopp vor. Damit könnten sie dann an die Entstehungsgeschichte des aktuellen Wandgemäldes anknüpfen.
Cliquentreff
„Die farbenfrohen und fröhlichen Graffiti, um die es nun geht, schmücken schon seit 2015 Außenwände der Stockumer Sporthalle“, erläutert Frank Kleiner und ergänzt, dass Jugendliche aus dem Cliquentreff sie damals mit künstlerischer Unterstützung entworfen und dort aufgebracht hatten: „Der Stockumer Dorfverein und der SPD-Ortsverein Stockum hatten das Projekt gemeinsam angestoßen.“
Motiv übermalt
Doch das fröhlich-bunte Bild ist inzwischen praktisch zerstört. „Es ist unter anderem mit den Namen einer rechtsradikalen, verbotenen Partei und einer aktuellen rechten Partei übermalt worden“, beschreibt Tanja Knopp genauer, was sie zu ihrer politischen Initiative bewegt hat.
Keinerlei Wertschätzung
Nicht nur, dass aufgesprühte Parteinamen an Hauswänden ohnehin nichts zu suchen hätten. Die beiden Stockumer Ratsmitglieder betonen auch: „Wer solche liebevoll gestalteten Wandgemälde verunstaltet, demonstriert damit auch, dass er keinerlei Wertschätzung für die Leistung der am Kunstprojekt beteiligten Jugendlichen hat. Das kann so nicht stehen bleiben!“
„Das geht gar nicht!“
Daher freuen Tanja Knopp und Frank Kleiner sich nun über die breite Zustimmung der anderen Parteien: „Das Bild bleibt nicht in seinem unwürdigen Zustand. So geht es wirklich gar nicht mehr!“



