Nachgefragt: 95 Prozent der Straßenlaternen sollen Ende 2027 mit hocheffizienten LEDs leuchten

Im Stadtgebiet sind bereits mehr als 80 Prozent der Laternen mit hocheffizienter LED-Technik ausgestattet. Das hat unser Ratsherr Dr. Bora Özkan jetzt vom Bürgermeister erfahren. Er hatte gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden Dr. Uwe Rath eine offizielle Anfrage zum Zustand der Wittener Laternen und Straßenschilder gestellt.

Vorausschauende Erneuerung

 „Erneuert das Tiefbauamt die Straßenlaternen erst, wenn sie ausgefallen sind?“, hatten die beiden Sozialdemokraten zum Beispiel wissen wollen. Das wurde mit einem klaren Nein beantwortet. „Vielmehr ist es so, dass die Stadt die energetische Sanierung im Rahmen der finanziellen und personellen Möglichkeiten vorausschauend vorantreibt. Bis Ende kommenden Jahres sollen schon 95 Prozent der Laternen entsprechend ausgestattet sein“, informiert Bora Özkan.

Die Masten stehen lange

„Insgesamt haben wir circa 9600 Leuchten im Stadtgebiet“, ergänzt Uwe Rath. Ihre Modernisierung erfolge nach den Angaben der Stadt kontinuierlich. Und zwar bei regulären Wartungsarbeiten sowie im Zusammenhang mit größeren Bau- oder Energieeffizienzmaßnahmen. Dabei werde zwischen dem Trägersystem und dem eigentlichen Leuchtkörper unterschieden: „Die Masten und die anderen Halterungen bleiben infolgedessen wesentlich länger erhalten als die Beleuchtung selbst.“

Schönheit hat keinen Vorrang

Das ist aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes nicht unbedingt ein Vorteil, wie Bora Özkan betont: „Wir hatten den rostigen Zustand einiger Laternen bemängelt, z.B. an der Straße Im Röhrken. Doch aufgrund der Haushaltslage kann hier der Schönheit offenbar nicht der größte Wert beigemessen werden. Solange er standsicher ist, muss ein rostiger Laternenmast aus Kostengründen stehen bleiben. Auch wenn die Verantwortlichen selbst sich das mitunter anders wünschen würden.“ Doch bei den Leuchtenköpfen habe die Modernisierung Vorrang.  

Lesbarkeit der Straßenschilder

„Ob die Schilder mit Straßennamen noch gut lesbar sind, kontrolliert die Stadt bei ihren Straßenkontrollen“, erläutert Uwe Rath und geht damit auf einen weiteren Aspekt der gemeinsamen Anfrage ein:  „Falls es Auffälligkeiten gibt, werden sie dem Bauhof des Tiefbauamtes gemeldet und die Schilder werden ausgetauscht.“  Wie oft solche Kontrollen stattfinden, sei abhängig von der Verkehrsbedeutung der Straße: „Hauptstraßen werden zum Beispiel öfter kontrolliert als Nebenstraßen. Der Fichtenweg, der Birkenweg, der Brandholzweg und die Kämpenstraße werden in der Regel wohl alle zwei Wochen kontrolliert.“

Begrenzte Möglichkeiten

Zusätzlich gehen bei der Stadt auch entsprechende Hinweise über den Mängelmelder ein. „Denen geht die Stadt dann auch nach“, erläutern die beiden Sozialdemokraten. Ein regelmäßiger Austausch von Verkehrszeichen finde hingegen nicht statt: „Das geben die personellen und finanziellen Möglichkeiten der Stadt nicht her.“ 

Lange Lieferzeit

Auf den schlechten Zustand von Schildern am Fichten- und am Birkenweg sowie am Brandholzweg/Ecke Kämpenstraße hatte Bora Özkan die Stadt konkret hingewiesen. Diese Beispiele will die Verwaltung in Augenschein nehmen – und gegebenenfalls handeln.

Orientierung ohne Internet

 „Dabei muss jedoch immer eine Lieferzeit von vier bis sechs Wochen für die neuen Schilder mitgedacht werden“,  erklären Uwe Rath und Bora Özkan. Diese Hinweistafeln hätten in der heutigen Zeit zwar nicht mehr dieselbe Bedeutung wie früher, „doch aus unserer Sicht muss die nichtdigitale Orientierung in den Wittener Straßen durchaus immer noch möglich sein.“

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