Kitas: Stadt kann Personal nicht mit Prämien locken

Einstellungsprämien für Erzieher*innen sind aus Sicht der Stadt kein taugliches Mittel, um Personallücken in den städtischen Kitas schnell zu schließen. Wie sie unserer Fraktion auf deren Anfrage zu diesem Thema mitteilte, ist sie als Arbeitgeberin des öffentlichen Dienstes an den Tarifvertrag für den Sozial- und Erziehungsdienst (TVSuE) gebunden. Sämtliche Zahlungen müssten daher im Tarif abgebildet werden.

Entlastungstage und Zulagen kommen

„Die Stadt verweist allerdings darauf, dass der Tarifvertrag mit Blick auf erforderliche Anreize für den Sozial- und Erziehungsdienst gerade umgestaltet worden ist“, erläutert unser Ratsherr Martin Kuhn, der die Anfrage gemeinsam mit unseren beiden Jugendpolitikern Christoph Malz und Christine Rose auf den Weg gebracht hatte.  „Diese Verbesserungen sollen schon bald in Kraft treten und sie betreffen z.B. Entlastungstage für das Kita-Personal sowie Zulagen“, verdeutlicht Christine Rose.

Nur eine OGS ist voll besetzt

Vom Personalmangel in den Kitas und Offenen Ganztagsschulen (OGS) sind nach Angaben der Stadt fast alle Einrichtungen betroffen. „Dass alle Stellen besetzt sind, konnte sie uns nur für die OGS an der Pestalozzischule melden“, erklärt Christoph Malz, der auch Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses ist. Mitte September seien 12 von 161 Stellen in den städtischen Einrichtungen für die Kinderbetreuung frei gewesen. Konkret fehlten neun Fach- und drei Ergänzungskräfte.

Dauer-Ausschreibungen

„Die Stadt verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass sie als Folge ihrer Dauerausschreibung für diesen Bereich in den letzten drei Auswahlrunden schon 13 neue Arbeitskräfte gewinnen konnte“, erläutert der Jugendpolitiker weiter. Sie habe zudem schon früh in die praxisintegrierte Ausbildung (PIA) investiert und bilde mit Vergütung aktuell 21 PIAs in drei Jahrgängen aus, informiert Christine Rose über eine weitere erfolgversprechende Maßnahme: „Sie werden nach erfolgreichem Abschluss übernommen. Es ist nach Angaben der Stadt vorgesehen, dass im nächsten Jahr fünf weitere Kräfte diese Ausbildung antreten.“

Neue Kräfte rücken nach

Wie die Stadt mitteilte, sind noch drei Jahrespraktikant*innen im Einsatz, die nach Abschluss ihrer Ausbildung Erzieher*innen sein werden sowie zwei Kinderpflegerinnen, die aktuell zur Erzieherin weiterqualifiziert werden. Zudem würden aktuell zwei Praktikant*innen zu Kinderpfleger*innen ausgebildet.

Verbesserungen in Sicht

„Es ist also einiges in Bewegung“, bilanzieren die drei Unterzeichner unserer Anfrage. Auch wenn die aktuell aufklaffenden Personallöcher so natürlich nicht zu stopfen seien. In absehbarer Zeit seien jedoch Verbesserungen zu erwarten.  

Bild von Colourbox aus SPD.de 

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