Endlich geschafft: Die Regenbogenfarben stehen Witten gut!

Am 17. Mai 2022 wird die Regenbogenfahne zum Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie (Diskriminierung von Homo-, Trans- oder Bisexuellen) erstmals hochoffiziell an einem Fahnenmast der Stadt wehen. Das hat unsere Ratsfraktion jetzt mit einem Antrag im Rat durchgesetzt, den auch die Grünen unterstützt haben.

Flagge zeigen gegen die Intoleranz

WBG und FDP enthielten sich bei dieser Entscheidung ebenso wie die meisten Mitglieder der CDU-Fraktion. Eine Nein-Stimme der Christdemokraten vereinte sich jedoch mit den Gegenstimmen der AFD und des Stadtklimas. Für uns stand allerdings schon früh fest: „Wir müssen Flagge zeigen gegen die Intoleranz.“

Stadt versteckte sich hinter dem Kreis

Darum ließen unsere stv. Fraktionsvorsitzende Petra Schubert, der sozialpolitische Sprecher Claus Humbert und der Sachkundige Bürger Robert Beckmann auch das Thema nicht ruhen, als der Bürgermeister ihnen auf eine Anfrage zur Regenbogenflagge Ende April zunächst eine Abfuhr erteilte. Lars König hatte ihr Anliegen da mit Verweis auf die Position der Kreisverwaltung vom Tisch gewischt. Diese halte sich strikt an die Flaggenverordnung des Landes, in der die Regenbogenfahne nicht aufgeführt sei. Für die Stadt empfehle sich das auch.

Promis mit Regenbogen

„Dabei gibt es doch einen Spielraum, den die Städte nutzen können. Schwelm hat das getan. Wir wollten das auch“, erklärt Claus Humbert. Im Rat warb er daher jetzt für den Antrag zur Regenbogenfahne am Rathaus und zählte viele prominente Sportler auf, die sich jedes Jahr rund um den 17. Mai mit Regenbogenfarben schmücken.

Es ist Spielraum vorhanden

Robert Beckmann freut sich gemeinsam mit den beiden Ratsmitgliedern, dass die Stadt sich nach der aktuellen Ratsentscheidung nicht mehr hinter dem Kreis verstecken kann: „Damit hatte sie es sich doch sehr einfach gemacht.“ Schließlich heiße es im Gesetz für das öffentliche Flaggen in NRW: „Die Gemeinden können aus eigener Entscheidung flaggen, wenn dies aus örtlicher Veranlassung geboten oder wünschenswert erscheint.“

Gegen Vorurteile angehen

„Solidarität mit Menschen zu zeigen, die aufgrund ihrer etwas anderen Art zu leben abgelehnt werden oder sogar Gewaltattacken ausgesetzt sind, ist für uns sehr wünschenswert“, stellt Petra Schubert klar. Wer für eine weltoffene Gesellschaft eintrete, müsse sich auch deutlich für den Abbau von Vorurteilen und Benachteiligungen einsetzen.

Vorbildliche Gemeinden

Claus Humbert ergänzt: „Wo es um Ausgrenzung geht, ist es im wörtlichen Sinne sogar dringend geboten, dagegen Flagge zu zeigen.“ Katholische Gemeinden in Witten und die evangelische Johannisgemeinde hätten das in diesem Jahr schon erfolgreich vorgemacht und die Regenbogenfarben geflaggt.

Ein positives Zeichen

Am 17. Mai 2022 wird die Stadt nun endlich auch erstmals die Regenbogenfahne hissen. Vielleicht noch nicht am Rathaus, weil die Sanierungsarbeiten das verhindern könnten – dann aber auf dem öffentlichen Fahnenmast am Kornmarkt. „Schade, dass es so lange dauern musste“, kommentieren die drei Mitglieder der SPD-Fraktion: „Aber es zählt, dass ab jetzt an jedem 17. Mai nicht nur aus zahlreichen Nachbargemeinden, sondern auch von Witten aus ein positives Signal an die Homo-, Bi- und Transsexuellen geht: Ihr seid hier willkommen.“     

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