Aktualisierung: Das Bürgerbüro soll endlich mobil werden

Grünes Licht vom Sozialausschuss: Obwohl die Verwaltung sich zunächst noch mehr konkrete Vorgaben für das neue Angebot wünscht, hat sich die Mehrheit der Wittener Sozialpolitiker*innen hinter unser Anliegen gestellt. Wenn nun auch der Rat noch zustimmt, steht fest: Das Bürgerbüro wird mobiler.

Große Erleichterung

„Wenn die Stadtverwaltung ihre Dienste künftig auch im Pflegeheim oder beim Hausbesuch anbieten würde, wäre das für weniger mobile Bürger*innen eine große Erleichterung. „Diese Möglichkeit muss Witten nun endlich auch schaffen“, fordert daher unser Sozialpolitiker Tim Koch.

Geringe Kosten

Ganz konkret geht es ihm sowie Claus Humbert, unserem sozialpolitischen Sprecher, und unserer Ratsfrau Petra Schubert um die Anschaffung eines so genannten  Einwohner*innenkoffers. „So ein Koffer kostet mit 6000 Euro pro Stück nicht viel und er hat sich schon in anderen Städten bewährt“, erläutert Claus Humbert. Unsere drei SPD-Ratsmitglieder haben daher bereits im Juni einen entsprechenden Antrag an den Sozialausschuss gerichtet, über den mit großer Verzögerung nun endlich diskutiert wurde. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen trug das Anliegen von Beginn an mit.

Koffer ist schon im Einsatz

„In Städten wie Recklinghausen und Moers können mit dem Koffer auch außerhalb des Rathauses schon An- und Ummeldungen vorgenommen, Meldebescheinigungen ausgestellt, Kopien und Unterschriften beglaubigt, Ausweise beantragt und biometrische Passfotos gemacht werden“, zählt Petra Schubert Einsatzmöglichkeiten auf. Der Koffer enthalte einen Laptop, einen Drucker sowie einen Scanner, und er sei mit der Software im Bürgerbüro vernetzt.

Sprechzeiten in den Ortsteilen?

Tim Koch kann sich neben Pflegeheimen und Hausbesuchen in begründeten Fällen noch weitere Einsatzmöglichkeiten für ihn vorstellen: „Er könnte etwa zu festen Sprechzeiten in den Ortsteilen eingesetzt werden oder bei Sonderaktionen wie der Registrierung von Geflüchteten in den Unterkünften.“

Höchste Zeit

Bereits in 2016 hatte sich die SPD-Fraktion in einem Antrag für eine „Verwaltung vor Ort“ eingesetzt. „Schon damals fand ein ergänzender Prüfantrag für die „Verwaltung aus dem Koffer“ Aufnahme in den Beschluss. „Doch leider hat die Stadt uns dazu nach all den Jahren noch kein Ergebnis vorgelegt“, kritisiert Claus Humbert. Jetzt sei es wirklich höchste Zeit.     

Kein Prüfbedarf

„Aktuell sind die technischen Möglichkeiten noch viel besser ausgereift als im Jahr 2016“, betont Petra Schubert. Daher gebe es keinen Grund mehr für langwierige Prüfungen: „Der Nutzen des technisch ausgereiften Koffers liegt inzwischen auf der Hand.“

Nutzen liegt auf der Hand

Mehr Personal, das die Kosten theoretisch in die Höhe treiben könnte, wäre überhaupt nicht nötig. Wenn jemand mit dem Koffer unterwegs sei, könne einer der Serviceplätze im Rathaus ruhig leer bleiben, erläutern die drei SPD-Ratsmitglieder ihre Vorstellungen: „Diese Mitarbeiter im Außendienst sind dann ja nicht untätig, sondern sie kümmern sich um die Anliegen der Bürger, denen es schwer fällt selbst ins Rathaus zu kommen.“  Und ihre Terminvergabe fürs Rathaus könne die Stadt ganz einfach entsprechend planen und lenken. 

Bild von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay

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