Alles ist über die Jahre teurer geworden – auch für das Tierheim an der Wetterstraße. Doch die Zuschüsse der drei Trägerstädte Witten, Wetter und Herdecke für die Einrichtung sind lange Jahre nicht mitgewachsen. „Kein Wunder, dass es dem Tierheim immer schwerer fiel, seine Ausgaben zu finanzieren“, bringt unsere Ratsfrau Tanja Knopp das Dilemma auf den Punkt.
In der Pflicht
Nachdem jüngst jedoch die beiden kleineren Städte Wetter und Herdecke ihre Zuschüsse aufgestockt haben, sieht sie Witten ebenso in der Pflicht. Ebenso wie Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke+. Unsere drei zusammenarbeitenden Fraktionen haben daher einen gemeinsamen Antrag zur Unterstützung des Tierheims auf den Weg gebracht, der im Rat – bei Stimmenthaltung der CDU – sogar einstimmig beschlossen wurde.
Wetter und Herdecke haben aufgestockt
„Die Stadt Herdecke hat ihren alten Beitrag von 4400 Euro neulich mehr als verdoppelt und stellt nun jährlich 10.000 Euro zur Verfügung“, untermauert Liane Baumann, die Vorsitzende der grünen Ratsfraktion, das gemeinsame Anliegen mit einer Zahl. „Es ist nicht viel länger als einen Monat her, dass auch in Wetter ein entsprechender Ratsbeschluss gefasst wurde: Statt 5113 Euro fließen aus dieser Stadtkasse nun jährlich 12 000 Euro ans Tierheim“, ergänzt Ben Luckner, der Fraktionsvorsitzende der Linken+.
Schlusslicht beim Zuschuss
„Da uns die schwierige Finanzsituation der Stadt Witten sehr wohl bekannt ist, soll die Verwaltung zunächst prüfen, welche Erhöhung ihres Beitrags sie verkraften kann“, erklärt Tanja Knopp. Dieser liege aktuell noch bei 8960,70 Euro – und damit inzwischen unter den aktuellen Beiträgen der anderen Städte. Gemeinsam mit Liane Baumann und Ben Luckner bekräftigt sie: Natürlich solle die Wittener Verwaltung nach der Prüfung auch sobald wie möglich handeln und den erhöhten Betrag auszahlen.
Tierarztkosten immer höher
Was machbar ist, wird sich vielleicht schon nach einer ersten Diskussion des Anliegens im Haupt- und Finanzausschuss am 4. Mai und dann eine Woche später im Rat zeigen. „Alle, die ein Tier haben, wissen, dass zum Beispiel die Kosten für den Tierarzt immens gestiegen sind. Auch das Futter wird immer teurer“, betonen die an der Antragsinitiative beteiligten Ratsmitglieder. Daher lägen der dringende Finanzbedarf des Tierheims und die Bedeutung des Beschlusses ganz deutlich auf der Hand.
Unterstützung
Sie hoffen daher auf die Unterstützung der anderen demokratischen Parteien und sind sich einig: „Die größte Stadt im Tierheimverbund kann nicht alles beim Alten belassen und plötzlich den geringsten Beitrag für die Vierbeiner zahlen.“



