SPD Stadtverband Witten

Stadt kann Erfolgsprojekt am Crengeldanz nicht retten

Ratsfraktion


Ratsmitglied Claus Humbert sieht die Landesregierung in der Verantwortung.

Die Stadt sieht sich nicht in der Lage, das erfolgreiche Eltern-Kind-Projekt „Crengeldanz hält zusammen“ zu retten. Das hat Bürgermeisterin Sonja Leidemann jetzt der SPD-Fraktion auf ihre Anfrage hin mitgeteilt. Zum Jahresende läuft die Landesförderung für den Treffpunkt aus, der seit seinem Start im Dezember 2016 vor allem bei Familien mit Migrationshintergrund einen großen Zuspruch erzielt hat. Ihm ist es gelungen, auch die Schulkinder, die im Offenen Ganztagsangebot der Crengeldanzschule keinen Platz mehr gefunden haben, von der Straße zu holen.

 

 

 

 

 

 

 

Zur Enttäuschung von Claus Humbert (Foto), der sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion ist, fällt diese Anlaufstelle nun einfach weg. „Das ist die Konsequenz aus der Entscheidungsunfähigkeit der schwarz-gelben Landesregierung“, kritisiert er. Sie wolle sich schließlich erst im Frühjahr dazu äußern, ob sie das begonnene Projekt überhaupt weiter unterstützt: „Wenn wir wenigstens das sicher wüssten, würde sich der unbedingte Einsatz für den finanziellen Lückenschluss doch eher lohnen. Mit dem Einsatz von 25 000 Euro hätte die Stadt den Fortbestand des Projektes dann vielleicht bis April sichern können.

 

Paradox: Projekt scheitert trotz Erfolg nach einem Jahr

 

„Es ist doch einfach paradox, dass dieses wichtige Angebot im Quartier bereits nach einem Jahr erfolgreicher Arbeit zum Scheitern verurteilt wird“, zeigt sich die SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Nadja Büteführ empört. Dass die Stadt keine Zwischenfinanzierung leisten könne, sei bedauerlich: „Allerdings ist es auch nicht die Aufgabe der Stadt, sondern der schwarz-gelben Landesregierung, diese Hängepartie zu beenden,“ bekräftigt die Landtagsabgeordnete. Sie möchte sich in Düsseldorf für eine Fortsetzung der Förderung einsetzen und versuchen, die Landesregierung zu einer klaren Aussage zu bewegen.

 

Neue Chance „Soziale Stadt“

 

Claus Humberts Frage nach einer Alternative für die betroffenen Anwohner hat die Stadtverwaltung mit dem Hinweis auf das Quartiersmanagement beantwortet, das im Rahmen der Sozialen Stadt Heven-Ost/Crengeldanz schon im Oktober 2017 seine Arbeit aufnehmen soll. Es soll eine Organisationsstruktur für die Zusammenarbeit von Akteuren wie Schule, OGS, Wohlfahrtsverbänden , Vereinen etc. aufbauen. „Damit ergeben sich Chancen für die Entwicklung gemeinsam getragener sozialintegrativer Maßnahmen“, betont die Bürgermeisterin. Dauerhafte Bedarfe im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe würden zudem bei der Erarbeitung des kommunalen Kinder- und Jugendförderplans berücksichtigt.

 

Das Förderprogramm „Starke Quartiere, starke Menschen“, das die SPD-Fraktion als Rettungsanker für das Crengeldanz-Projekt ins Gespräch gebracht hatte, kann die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben nicht nutzen: Personell seien die städtischen Fachressorts nicht in der Lage, die erforderliche Mitarbeit sicherzustellen. Aus finanziellen Gründen könne auch kein Dritter mit den erforderlichen Arbeiten beauftragt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

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Dr. Nadja Büteführ

 

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