SPD Stadtverband Witten

Grünes Gewerbegebiet und Wildblumenwiesen sind nützlich für alle

Ratsfraktion

Grün statt grau, Lebensvielfalt statt Tristesse – so sollte nach den Vorstellungen der SPD-Ratsfraktion mindestens eines der Wittener Gewerbegebiete künftig aussehen. Der Sachkundige Bürger Heinz-Jürgen Viehmeyer hat gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden Dr. Uwe Rath (Foto) die Initiative zu einem Antrag ergriffen, der den Anstoß dazu gibt, das neue Gewerbegebiet Drei Könige so anzulegen oder eines der anderen Gebiete entsprechend umzugestalten.

Der Bündnispartner CDU unterstützt das Anliegen, über das der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz im Oktober entscheidet.

 

 

Zum Vorbild hat sich Heinz-Jürgen Viehmeyer eine Initiative genommen, die ein Vogelkundler am Bodensee gestartet hat. „Dort sollen die Flächen für ein neues Gewerbegebiet nur so weit versiegelt oder mit Kies versehen werden, wie es unbedingt nötig ist“, beschreibt der Sozialdemokrat. Stattdessen können Blumenwiesen, die selten gemäht werden, Hecken, Blühstreifen und ein Teich entstehen. Fassaden und Dächer sollen begrünt werden.

 

Ausgleich für die Natur

 

In einem solchen Umfeld arbeitet mit Sicherheit jeder lieber als in einer Betonwüste. Aus Sicht der SPD gibt es allerdings noch weitere gute Gründe für ein grünes Gewerbegebiet: „Sollte ein solches Projekt in Witten gelingen, wäre das vor allem ein wertvoller Ausgleich für den Flächenverbrauch zu Lasten der Natur“, unterstreicht der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Uwe Rath. Solche Eigenschaften könnten zudem noch die Attraktivität der Flächen für die Unternehmen steigern – was die Vermarktung der Gewerbeflächen unterstütze.

 

Platz für Firmen bleibt erhalten

 

Gleichzeitig stellt der Fraktionsvorsitzende klar, dass der nutzbare Raum für die Firmen durch die Begrünung nicht verkleinert und eingeschränkt werden dürfe: „So kann dann eine Win-Win-Situation für die Natur und für die Unternehmen entstehen.“

„Wir möchten die Stadtverwaltung auch prüfen lassen, ob sie mehr Wildblumenwiesen im übrigen Stadtgebiet anlegen kann“, erläutert Heinz-Jürgen Viehmeyer einen weiteren Aspekt seines Antrags, der ebenfalls zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen soll. Auch Insektenhotels wären auf diesen blühenden Flächen gut untergebracht.

 

Wildblumen haben Schlüsselfunktion

 

„Die Existenz von Wildblumen ist ein Schlüsselfaktor für den Erhalt vieler heimischer

Organismen. Sie sichern vielen Insekten das Überleben, die wiederum als Nahrung für die Vögel wichtig sind“, erläutert der Sachkundige Bürger. Solche unterstützenden Maßnahmen seien dringend nötig, denn die Biomasse der Insekten habe schon um ca. 80 Prozent abgenommen: „Unkrautecken sind Rückzugsorte für Wildkräuter und Anlaufstelle für Insekten. Doch sie fallen der Ordnungssucht unserer Gesellschaft immer mehr zum Opfer – mit entsprechenden Folgen für die Natur.“

 

Erfahrung anderer Städte

 

Als Wildblumenfläche am besten geeignet wären große und zusammenhängende Bereiche, die nicht direkt an Straßen liegen: „Es leisten aber auch kleinere Flächen ihren Beitrag“, stellen die Sozialdemokraten klar. Sie weisen darauf hin, dass die Städte Essen und Gelsenkirchen damit bereits Erfahrungen gesammelt haben und dabei u.a. auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurden.

 
 

RALF-KAPSCHACK.DE

 

Dr. Nadja Büteführ

 

Mitmachen

 

WebsoziInfo-News

14.01.2019 18:16 Kinder, Chancen, Bildung – Wir wollen, dass Deutschland das kinderfreundlichste Land in Europa wird!
Starke Kinder – starkes Land Die SPD steht dafür, dass jedes Kind es schaffen kann. Wenn wir für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen wollen, müssen wir bei den Kindern beginnen. Denn Kinder machen unser Land auch in Zukunft stark. Deshalb müssen wir allen Kindern eine gute Ausbildung ermöglichen, und jedem Kind die Chance geben, seine Potenziale

14.01.2019 17:56 Europa: Beschlusspapier Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 10./11. Januar 2019
Darum geht es uns: Wir wollen, dass diese Europawahl eine Entscheidung für mehr Gerechtigkeit, für mehr Demokratie, letztlich für mehr Europa wird. Wir wollen mehr Investitionen in den Zusammenhalt und die Zukunft Europas. Wir wollen eine verbindliche europäische Sozialagenda und eine gerechte Besteuerung der Internetgiganten. Wir wollen über Bildung, Wissenschaft und Forschung eine gute Zukunft

14.01.2019 16:47 Die Grundsteuer ist zu wichtig für parteipolitischen Streit
Die Grundsteuer muss laut Verfassungsgericht refomiert werden. Über die Art der Reform debattieren SPD- und Unionsfraktion. Achim Post mahnt, im Interesse der Gemeinden schnell zu einer Einigung zu kommen. „Die Vorschläge von Finanzminister Scholz zur Reform der Grundsteuer sind ausgewogen und vernünftig. Sie sind eine gute Basis für die weitere Debatte, die jetzt zügig zu tragfähigen Ergebnissen führen muss.

14.01.2019 16:46 Das rechtsextreme Netzwerk NSU 2.0 muss sofort aufgedeckt werden
In Hessen besteht der Verdacht auf ein rechtsextremes Netzwerk, ein NSU 2.0 – wie es sich offenbar selbst nennt. Dabei geht es auch um mögliche rechtsextreme Beamte innerhalb der Frankfurter Polizei. Eva Högl erhöht nun den Druck. „Die jetzt bekannt gewordenen neuen Fakten zum Frankfurter NSU-2.0-Skandal werfen ein zweifelhaftes Licht auf die polizeiinternen Aufklärungsprozesse. Dass der Kreis von

09.01.2019 20:10 Bundesregierung will Gemeinnützigkeit von Freifunk anerkennen
Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt die Initiative von Bundesfinanzminister Olaf Scholz zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit von Freifunk. Die Bundesregierung wird hierzu einen Gesetzentwurf zur Änderung des Gemeinnützigkeitsrechts auf den Weg bringen. Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich für eine zeitnahe Umsetzung ein. „Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit ist ein richtiges und wichtiges Signal für das zivilgesellschaftliche Engagement der Freifunk-Initiativen und

Ein Service von websozis.info