SPD Stadtverband Witten

Erfolgreiche Initiative der SPD: Glyphosat-Verbot schützt heimische Arten

Ratsfraktion


"Bestehende Pachtverträge für die Landwirtschaft müssen nun angepasst werden", erklärt Dr. Uwe Rath.

Die Nutzung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat soll so bald wie möglich auf allen städtischen Flächen untersagt werden. Dafür hat jetzt eine politische Initiative der SPD-Ratsfraktion gesorgt, aus der ein gemeinsamer Antrag mit der CDU hervorgegangen ist. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach der Diskussion im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz (ASU) waren sich die Politiker aller stimmberechtigten Fraktionen einig und sprachen sich für das Verbot aus. Anders die Piraten: Sie hatten in einem eigenen Antrag – vergeblich - Vorbehalte gegen das Verbot von Glyphosat formuliert. Im ASU sind sie selbst nicht stimmberechtigt.

 

Pachtverträge müssen angepasst werden

 

„Nach dem Beschluss muss die Stadt nun so schnell wie möglich auch die bestehenden Pachtverträge für die landwirtschaftlich genutzten Flächen anpassen“, verdeutlicht der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Uwe Rath die Konsequenz des Verbotsbeschlusses. Die Stadtverwaltung solle zudem künftig auch seine Einhaltung kontrollieren.

 

Verbindliche Regelung

 

Nach eigenen Angaben verzichtet die Stadt Witten bereits seit 35 Jahren auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im öffentlichen Raum. „Da jedoch nicht mehr festzustellen war, ob das auf einen alten Ratsbeschluss zurückgeht, haben wir den Antrag zum Glyphosat-Verbot ganz bewusst auf alle städtischen Flächen bezogen“, erläutert der Fraktionsvorsitzende. Möglicherweise sei der Verzicht auf das höchst umstrittene Herbizid nun erst dadurch verbindlich geregelt.

 

Artenvielfalt geht verloren

 

Die Weltgesundheitsorganisation hatte das Mittel 2015 als potentiell krebserregend eingestuft. „Es gilt als das weltweit meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel und wird in Deutschland schätzungsweise auf 40 Prozent der Ackerflächen

eingesetzt“, erläutert Heinz-Jürgen Viehmeyer, Sachkundiger Bürger der SPD-Ratsfraktion als einer der Initiatoren des Antrags. Diese Beliebtheit ziehe schwerwiegende Konsequenzen für die Umwelt nach sich: „Auf und neben den Ackerflächen gibt es weniger Wildpflanzen, der Lebensraum für Insekten wird stark eingeschränkt und damit auch den Vögeln die Lebensgrundlage entzogen“, beschreibt der Sachkundige Bürger Dr. Henning Jäger den Mechanismus, der die Artenvielfalt zerstört.

 

Ein Zeichen setzen

 

„Viele Vögel der Agrarlandschaft stehen bereits auf der Roten Liste der bestandsbedrohten Tierarten“, wissen die Wittener Sozialdemokraten. Sie verweisen auf den Agrarreport 2017 des Bundesamtes für Naturschutz. Es habe darin dringend Anreize für eine naturverträgliche Bewirtschaftung gefordert. Zu deren Gelingen könnten vor allem Land und Bund maßgeblich beitragen. „Mit dem Glyphosat-Verbot können aber auch Gemeinden ein Zeichen setzen und einen Beitrag zum Schutz der heimischen Artenvielfalt leisten“, begründet die SPD-Fraktion ihren Vorstoß.

 

 

 

 

 

 

 
 

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Dr. Nadja Büteführ

 

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