Beschwerden über Lärm von der Autobahn halten an

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Die Anzahl der Beschwerden von Anwohnern über den Lärm im Umfeld der beiden Autobahnbrücken in Buchholz/Kämpen hat wieder zugenommen. „Immer wieder werde ich darauf inzwischen von Bürgerinnen und Bürgern angesprochen, die nicht einmal direkt in der Rüsbergstraße oder im unmittelbaren Umfeld der Talbrücke Hammertal wohnen“, erklärt Martin Kuhn, einer der stellvertretenden Vorsitzenden unserer Ratsfraktion.

 

Martin Kuhn

Wie er jetzt vom Landesbetrieb StraßenNRW erfuhr, ist mit einer Entlastung vom Lärm der  Talbrücke Hammertal, deren Fahrbahnübergänge laute Knallgeräusche verursachen,  erst ab 2021 zu rechnen. Grundsätzlich soll zudem der Streckenabschnitt der A 43 mit beiden Brücken perspektivisch einen Straßenbelag erhalten, der Buchholz/Kämpen eine Lärmminderung verspricht.

Einhausung verworfen

Als zuständiges Ratsmitglied für diesen Stadtteil und als Vorsitzender des Verkehrsausschusses hatte Martin Kuhn aufgrund der Beschwerden erneut den Landesbetrieb StraßenNRW angeschriebenen und nachgehakt, ob noch eine Einhausung der Fahrbahnübergänge der Brücke im Hammertal von unten zu erwarten ist. „Ende 2017 war mir mitgeteilt worden, dass über eine solche lärmdämmende Maßnahme nachgedacht wird“, erklärt er.  „Das hierfür eingeholte Angebot lag allerdings preislich nicht in einem vertretbaren und vor allem nicht genehmigungsfähigen Rahmen, sodass davon leider Abstand genommen werden musste“, teilte ihm jetzt Thomas Oehler, Leiter der Autobahnniederlassung Hamm, mit.

Übergänge sollen leiser werden

Gleichzeitig bestätigte er, dass die Grundinstandsetzung der Brücke nach wie vor für das Jahr 2021 vorgesehen ist. Die Fahrbahnübergänge, die jetzt den Lärm verursachen, sollen dann „auf jeden Fall im Rahmen der technischen Möglichkeiten lärmgemindert ausgeführt werden.“

Flüsterasphalt ungeeignet

Dort und auch auf der Autobahnbrücke an der Rüsbergstraße könne kein Flüsterasphalt verwendet werden. Sein Einsatz sei aus technischen Gründen auf Brücken bislang überhaupt nicht möglich. Es sei jedoch vorgesehen, bei der nächsten turnusgemäßen Erneuerung der Fahrbahndecke für diesen Abschnitt der A 43 durchgängig eine andere, lärmmindernde Straßenoberfläche zu wählen.

Geräuschquellen 

Grundsätzlich, so Oehler, seien die Autobahngeräusche an der Brücke Rüsbergstraße überhaupt anders zu bewerten als an der Talbrücke Hammertal: „Sie hat keine Fahrbahnübergänge, daher können auch keine Überfahrgeräusche entstehen, und es kann auch kein Schall nach unten abgeleitet werden.“ Als dort die Lärmschutzwand gebaut wurde, sei die Brücke gleichzeitig instandgesetzt worden.