SPD setzt sich für Psychiatrieplätze in Witten ein

Der SPD Stadtverband Witten unterstützt die Forderung der Ärztlichen Qualitätsgemeinschaft Witten, eine stationäre Psychiatrie in Witten aufzubauen. Ein Widerspruch zu einem möglichen Ausbau von Plätzen in Hattingen und Herdecke muss das aus Sicht der SPD nicht sein.

„Die SPD Witten wird ihre Möglichkeiten nutzen, um auf die Verbesserung des Angebots in und für Witten hinzuwirken“, sagt Vorsitzender Axel Echeverria. In einem offenen Brief (s.u.) hat sich die SPD Witten an Minister Karl-Josef Laumann gewandt. Der Stadtverbandsvorstand tauscht sich außerdem mit Landrat Olaf Schade aus.

„Witten ist mit fast 100.000 Einwohnern die mit Abstand größte Stadt im Ennepe-Ruhr-Kreis und hat mit jährlich ca. 2000 behandlungsbedürftigen Menschen im Jahr den höchsten Bedarf. Um eine wohnortnahe Versorgung in Witten zu garantieren, führt aus unserer Sicht kein Weg an einem Bau der Plätze in Witten vorbei“, betont Vorstandsmitglied Christopher Fahsold.

Die SPD-Hauptversammlung hatte Ende Juni einen Antrag des Ortsvereins Bommern mit breiter Mehrheit angenommen. Darin spricht sich die SPD Witten für den Aufbau einer Psychiatrie in Witten aus, aber nicht gegen den Ausbau in anderen Städten.

 

Offener Brief zum Ausbau der Psychiatrieplätze im EN-Kreis

Sehr geehrter Herr Minister Laumann,

wie Sie wissen, wird derzeit kontrovers über den Ausbau von Psychiatrieplätzen im Ennepe-Ruhr-Kreis diskutiert. Gespräche mit den betroffenen Behörden und Einrichtungen haben Sie geführt bzw. führen Sie. Eine Möglichkeit, die Versorgung im EN-Kreis zu verbessern, ist der Aufbau von Psychiatrieplätzen in Witten. Als SPD unterstützen wir diese Option ausdrücklich.

Wir möchten, angesichts der anstehenden Entscheidung, nochmals mit diesem Schreiben auf die große Bedeutung hinweisen, die eine Psychiatrie in Witten hätte. Unsere Stadt ist die mit Abstand größte im Ennepe-Ruhr-Kreis mit einem entsprechend großen Bedarf an psychiatrischer Versorgung: etwa 2000 Menschen in Witten sind pro Jahr behandlungsbedürftig. Eine alleinige Versorgung in Herdecke oder – dem nur schwer erreichbaren – Hattingen Niederwenigern ist den vielen Patientinnen und Patienten nicht vermittelbar und wäre aus unserer Sicht nicht im Sinne einer bestmöglichen Behandlung.

Wir möchten Sie bitten, Herr Minister, sich für den Aufbau von Psychiatrieplätzen in Witten auszusprechen. Zusätzlich Plätze in Hattingen und Herdecke aufzustocken, spräche aus unserer Sicht nicht gegen eine Verbesserung der Situation in Witten. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Axel Echeverria

Paulina Saelzer