Wer weckt Haus Bommerholz aus dem Dornröschenschlaf?

Seitdem im November 2016 die letzten Geflüchteten aus dem Haus Bommerholz auszogen, sind seine beiden Gebäude und die zugehörigen 35.549 qm Grundstück in einen Dornröschenschlaf gefallen. „Die von Wald umgebene Immobilie steht leer und dämmert praktisch ihrem Zerfall entgegen“, bedauert SPD-Ratsherr Klaus Pranskuweit. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Christoph Malz hat er sich daher jetzt bei der Stadtverwaltung nach der Zukunft des Hauses erkundigt.

Christoph Malz

„Es gehört dem Land NRW“, betont Christoph Malz. Bekanntlich solle Haus Bommerholz verkauft werden, „doch offensichtlich ist es bislang nicht geglückt.“ Die beiden Ratsvertreter für Bommerholz und Bommern möchten wissen, ob es aktuell einen interessierten Investor gibt.  Falls das der Fall sein sollte, möchten sie auch in Erfahrung bringen, welchen Verwendungszweck er verfolgt. „Wir wollen aber auch Informationen dazu bekommen, warum der Verkauf dieser Immobilie in idyllischer Lage überhaupt so schwierig ist“, erläutert Klaus Pranskuweit. Schließlich erscheine sie doch mit ihrem Parkplatzangebot und der Bus-Anbindung z.B. sehr attraktiv für eine Hotel- oder Gastronomienutzung.

Klaus Pranskuweit

Haus Bommerholz wurde 1954 erbaut. „Es war das alte Schwesternhaus der ev. Kirche und später das Universitätskolleg der Universität Dortmund“, blickt Klaus Pranskuweit zurück. „Das große Seminargebäude verfügt über 38 Gästezimmer“, ergänzt Christoph Malz. Gute Voraussetzungen also für eine Nutzung als Bildungsstätte.

Elbschetal fehlt Ausflugsgastronomie

Die beiden Ratsherren verweisen auf die ansprechende Lage am Elbschetal mit seinen zahlreichen Wander- und Radwegen: „Es gehört zu den beliebtesten Naherholungsgebieten für die Wittener und für viele Menschen aus der Umgebung, hat aber keine Ausflugsgastronomie oder einen Rastplatz.“  Zu guter Letzt regen sie sogar an, dass die Stadt selbst das Gebäude erwerben könnte, um es zu erhalten und dann zweckgebunden weiterzuverkaufen. „Wir ahnen schon, dass das in diesen finanziell schwierigen Zeiten kaum zu realisieren ist“, räumen sie ein: „Doch vielleicht gibt es ja günstige Möglichkeiten, über die man nachdenken könnte.“