Hauptbahnhof braucht mehr Fahrradparkplätze

Mit Priorität möchte das Bürgerbündnis aus SPD und CDU den Ausbau von Fahrradabstellmöglichkeiten am Hauptbahnhof vorantreiben, wenn das Radkonzept verabschiedet ist. Auf Initiative der SPD-Fraktion ist dazu ein gemeinsamer Antrag entstanden, über den der Verkehrsausschuss am 23. Mai diskutiert.  „Da es um die bessere Verknüpfung des ÖPNV mit dem Rad geht, sind von dieser Maßnahme positive Auswirkungen auf den Umweltschutz zu erwarten. Das ist uns wichtig“, betont SPD-Ratsmitglied Patricia Podolski.

Patricia Podolski.

Schon aus der Abschlusspräsentation für das Radverkehrskonzept im November letzten Jahres gehe hervor, dass am Hauptbahnhof immer wieder zahlreiche wild geparkte Fahrräder auffallen. Der Bedarf für mehr reguläre Abstellmöglichkeiten an dieser zentralen Stelle liege also auf der Hand, ergänzt Maximilian Locher, sachkundiger Bürger der SPD-Fraktion: „Die Stadt muss die Radpendler, die am Hauptbahnhof in Busse und Züge umsteigen, dringend stärker unterstützen.“

Investition in die Zukunft

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Martin Kuhn bekräftigt: „Die sichere Unterbringung dieser Fahrräder ist eine Investition in die Zukunft, wenn wir erreichen wollen, dass es künftig weniger motorisierten Individualverkehr gibt.“ „Ins Auge zu fassen sind hier konkret teilweise abschließbare Parkgelegenheiten für die Zweiräder mit Ladesäulen für E-Bikes“, heißt es in dem Antrag des Bürgerbündnisses.

Martin Kuhn.

„Auf dem Bahnhofsvorplatz soll es künftig mehr einfache Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geben“, präzisiert Patricia Podolski. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sollten die qualitativ hochwertigen Parkgelegenheiten für Fahrräder und E-Bikes geschaffen werden. Die Verabschiedung des Radkonzeptes im Rat ist für den 2. Juli vorgesehen. Wie vor kurzem bekannt wurde, stuft auch das Radkonzept zumindest die Planung von Fahrradparkanlagen am Hauptbahnhof als eines der Starter-Projekte ein. „Es muss in der Priorität jedoch ganz weit nach vorne rücken“, betont Martin Kuhn: „Nicht nur, was die Planung, sondern auch, was die Umsetzung betrifft.“ Die nötigen Fördermittel dafür sollen nach Auffassung des Bürgerbündnisses so schnell wie möglich eingeworben werden, damit das Angebot zum Radparken am Hauptbahnhof sich verbessert.