SPD Stadtverband Witten

Neue Lärmschutzwand an der A 43 entsteht ab März

Ratsfraktion

Die Anwohner aus Buchholz und Kämpen werden künftig besser vor Autobahnlärm geschützt. Wie Martin Kuhn, stv. Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, jetzt auf Anfrage vom Landesbetrieb Straßen.NRW erfuhr, soll ab Mitte März auf der A 43 in Fahrtrichtung Wuppertal eine neue Lärmschutzwand errichtet werden. Nach Angaben von Heiko Rumpel, Abteilungsleiter „Konstruktiver Ingenieurbau“ für die Region Hamm und Krefeld, erstreckt sich der Neubau über die Autobahnbrücke Rüsbergstraße hinweg und wird 420 Meter lang.

 

„Es handelt sich um eine Betonwand mit Alu-Vorsatzschale, der obere Meter ist transparent“, beschreibt der Abteilungsleiter das neue Bauwerk. Teilweise zieht es sich über einen ein Meter hohen Damm, dort wird die Wand selbst dann nur noch zwei Meter hoch sein, um die Gesamthöhe von drei Metern zu erreichen.

„Sie ist hochabsorbierend hergestellt“, erläutert Heiko Rumpel. Die Wand wird den Lärm also schlucken und nicht einfach auf die gegenüberliegende Seite werfen. Der Fachmann für den Straßenbau rechnet mit einer Bauzeit von 130 Tagen.

„Wenn wir pünktlich starten können, werden wir im August fertig“, informiert er über den Zeitplan von Straßen.NRW. Es handele sich baulich um keine schwierige Maßnahme. Die circa 30 Haushalte, die von dem neuen Lärmschutz profitieren, werden in den nächsten Tagen von der Behörde angeschrieben.

 

Neue Richtwerte bringen den Erfolg

 

„Es ist sehr erfreulich, dass die seit 2010 geltenden neuen Auslösewerte für Lärmsanierung sich jetzt im westlichen Kämpen auswirken“, unterstreicht Martin Kuhn. Heiko Rumpel bestätigt, dass die bereits seit langer Zeit geforderte Maßnahme nun letztendlich wegen der neuen Werte realisierbar geworden ist. In diesem Bereich gebe es zwar keine große Zahl von Anwohnern, aber immerhin befinde sich dort auch ein Kinderheim, das dem Autobahnlärm ausgesetzt ist. Tatsächlich habe es im Bereich der neuen Wand Überschreitungen der Grenzwerte gegeben: „Zudem hat mit den Jahren auch das Verkehrsaufkommen zugenommen“, begründet Heiko Rumpel die Notwendigkeit der Baumaßnahme.

 

Belastung im Osten wird erneut geprüft

 

Martin Kuhn bedauert allerdings, dass nicht auch die östlich der Autobahn wohnenden Anwohner profitieren können, die sich schon beim Bau einer anderen Wand vor einigen Jahren übergangen fühlten. Aus diesem Grunde hat der stv. Vorsitzende der SPD-Fraktion Straßen.NRW darum gebeten, deren Situation noch einmal zu überprüfen. Die Behörde will diesem Wunsch auch nachkommen.

„Schon jetzt ist leider deutlich, dass der Bereich Rauhe Egge und die Siedlung an der Rüsbergstraße nicht von Lärmschutzmaßnahmen an der Autobahn profitieren können“, erklärt Martin Kuhn. Sie seien einfach zu weit von der A 43 entfernt, um eine entsprechende Lärmbelastung nachzuweisen.

 

Nervige Knallgeräusche

 

Aus der Nachbarschaft der weiter in Richtung Witten gelegenen Talbrücke Hammerthal hatte der Sozialdemokrat zudem erfahren, dass laute Knallgeräusche beim Passieren der Fahrbahnübergänge die Anwohner seit Langem immer wieder nerven. „Rein rechnerisch sind in diesem Bereich die Grenzwerte jedoch nicht überschritten“, betont Heiko Rumpel. Wie Thomas Oehler, der Regional-Leiter von Straßen.NRW betont, sind dort im Moment als Ursache auch keine Defekte an der Fahrbahn oder am Brückenbauwerk zu erkennen: „Jedoch wird derzeit eine von unten im Bereich der Auflagerbank anzubringende Einhausung zum Zwecke der Lärmminderung geprüft und im Falle eines positiven Resultates auch kurzfristig installiert.“

So können die Anwohner auch in diesem Bereich wieder etwas Hoffnung auf kurzfristige Hilfe schöpfen. Da sie in einem Gebiet leben, in dem etwas mehr Lärm erlaubt ist, müssten sie sonst warten, bis eine lärmmindernde Fahrbahndecke aufgebracht wird. Das allerdings, so Straßen.NRW, könne noch dauern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

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Dr. Nadja Büteführ

 

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