SPD Stadtverband Witten

Neue Chance für S-Bahn-Haltestelle an der Universität

Ratsfraktion

Aktuell fordert ein Antrag der Piraten an den Rat eine Unterstützung der Stadtverwaltung für die Einrichtung eines S-Bahn-Haltepunktes an der Universität Witten/Herdecke ein. Was er nicht berücksichtigt: Von politischer und städtischer Seite sind die Weichen dafür schon längst gestellt, seit sich 1999 der damalige Bürgermeister Klaus Lohmann (SPD) für diese Idee stark gemacht hatte. „Die Piraten rennen damit nur offene Türen ein“, bewertet der Verkehrsausschussvorsitzende Martin Kuhn (Foto) daher den Antrag.

 

Schon am 20. Januar vor 18 Jahren hatte Klaus Lohmann an den damaligen Bundesverkehrsminister Franz Müntefering und an den NRW-Wirtschaftsminister Peer Steinbrück geschrieben, dass er sich wundere, warum die Deutsche Bahn AG beim Ausbau der S-Bahnlinie 5 die Einrichtung der Haltestelle an der Pferdebachstraße nicht mit Nachdruck betreibe: „Der Haltepunkt erschließt direkt die Universität Witten/Herdecke mit ihren großräumigen Verflechtungen, ihre medizinischen Einrichtungen (u.a. Zahnklinik) und eines unserer großen Krankenhäuser, das Technologiezentrum Witten sowie die umliegenden Wohngebiete und stellt darüberhinaus eine indirekte Anbindung für die nördliche Innenstadt sowie den Stadtteil Stockum sicher. Er steigert in der Folge die Attraktivität der S-Bahnlinie und damit ihren Auslastungsgrad und ihre Wirtschaftlichkeit.“

 

Planung war schon 1999 fertig

 

Weiter betonte er, die abgeschlossene Planung der Stadt liege der Deutschen Bahn AG vor. Es bestehe aber noch Verhandlungsbedarf. Damals sollte die Straße allerdings unter der Bahnlinie hergeführt werden. Der Wittener Sozialdemokrat bat die beiden Genossen im Ministeramt um Unterstützung für das Haltestellenprojekt. Am 10. März versicherte Peer Steinbrück in seiner Antwort, dass er in den anstehenden Gesprächen mit der Bahn zum Ausbau der S 5 auch den Haltepunkt „Witten-Universität“ fordern werde. Das Land dränge trotz der Bahnreform auf die Einhaltung der vorher geschlossenen S-Bahn-Verträge sowie der damit verbundenen Rahmenplanung.

„Trotzdem hat die Bahn der Stadt damals letztendlich eine Absage erteilt“, erinnert sich Martin Kuhn. Sie habe damals argumentiert, der Haltepunkt Annen-Nord liege zu nahe an der geplanten neuen Haltestelle.

 

Grund zur Hoffnung

 

Doch seit September gibt es wieder neue Hoffnung: Da wurde der Verkehrsausschuss des Verkehrsverbunds Rhein Ruhr (VRR) über die Stationsoffensive der Deutschen Bahn unterrichtet. Der S-Bahn-Haltepunkt Pferdebachstraße in Witten wurde da als eine von mehreren angedachten neuen Haltestellen benannt, die „nach einer ersten Einschätzung verkehrlich sinnvoll erscheinen und wirtschaftlich betrieben werden können.“

Prüfungen zu diesen potenziellen neuen Standorten seien angelaufen. Die tatsächliche Umsetzung hänge auch von den finanziellen Rahmenbedingungen ab, hieß es im VRR.

„Obwohl die Piraten mit ihrem Antrag in Witten nur offene Türen einrennen, kann er doch nicht schaden“, kündigt Martin Kuhn daher für die Sitzung des Wittener Verkehrsausschusses am 14. Dezember die Unterstützung des Bürgerbündnisses an. Auch der bevorstehende Umbau der Pferdebachstraße stehe nach aktuellen Aussagen aus der Stadtverwaltung der Einrichtung einer S-Bahn-Haltestelle überhaupt nicht im Wege.

 
 

RALF-KAPSCHACK.DE

 

Dr. Nadja Büteführ

 

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