SPD Stadtverband Witten

Baumschutz-Kampagne droht Äpfel und Birnen zu verwechseln

Ratsfraktion

Baumschutz ist eine emotionale Angelegenheit. Das zeigte sich nicht nur in der Ratssitzung, bei der im Mai die Lockerung der Baumschutzsatzung durch eine Mehrheit von SPD, CDU und FDP beschlossen wurde. Deutlich wird das auch durch den Einwohnerantrag „Baum ab? Nein danke!“ den fünf kleine Ratsfraktionen jetzt auf den Weg gebracht haben. „Die sachlichen Argumente sollten dabei aber nicht auf der Strecke bleiben“, wünscht sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Uwe Rath (Foto). Durchaus bedenklich findet er, dass die Kampagne für den Einwohnerantrag am Dienstag mit einem Vortrag über die Folgen der Abschaffung der Baumschutzsatzung in Duisburg werben möchte. "Die Abschaffung der Satzung ist für uns kein Thema und sie wird es nach menschlichem Ermessen auch nie sein“, erklärt der Sozialdemokrat und Umweltexperte.

 

Denn in Witten trage auch die Anpassung der Baumschutzsatzung den Belangen des Klimaschutzes und des Umweltschutzes Rechnung – sie sei allerdings jetzt auch bürgerfreundlicher gestaltet. Nach dem Ratsbeschluss, der mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP gefasst wurde, stehen vier Baumarten nicht mehr unter Schutz. Birken, Nadelbäume, Pappeln und Weiden – mit Ausnahme von Kopfweiden – dürfen von ihren Besitzern ersatzlos gefällt werden.

Bürger nutzen neue Freiheit mit Augenmaß

„Ich gehe davon aus, dass diese neue Freiheit von den Bürgern und Bürgerinnen mit Augenmaß genutzt wird“, erklärt dazu der Bommeraner SPD-Ratsherr Klaus Wiegand. Außerdem müsse nun niemand mehr diese Baumarten aus seinem Garten entfernen, bevor sie einen Stammumfang von 80 cm erreicht haben. Ab diesem Zeitpunkt galten sie nämlich nach der ursprünglichen Satzung als geschützt. Klaus Wiegand ist überzeugt: „Jetzt haben manche dieser Bäume sogar noch eher eine Chance, groß zu werden.“

Pioniere der Baumschutzsatzung

Nach der jetzt vorgenommenen Satzungsänderung werden weiterhin heimische Laubbäume wie Eichen, Buchen, Ahorn und Kastanien geschützt sein. „Witten hatte schon in den 80erJahren als eine der ersten Städte die Baumsatzung beschlossen, an der ich damals schon mitwirken durfte“, erläutert Klaus Wiegand.

Von einer Abschaffung kann keine Rede sein

Auch er ist besorgt, dass das „Baum-ab-Bündnis“ bei der Veranstaltung am Dienstag und in den kommenden Wochen Unterschriften von Bürgern erhält, die nicht korrekt informiert werden. „Die Abschaffung der Baumschutzordnung in Duisburg und die Anpassung der Baumschutzordnung in Witten, das sind völlig unterschiedliche Dinge.“ Die SPD stehe hinter dem Baumschutz und dem Klimaschutz. Da dürfe sich niemand einen Apfel-  als einen Birnbaum vorführen lassen.     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

Dr. Nadja Büteführ

 

RALF-KAPSCHACK.DE

 

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