SPD Stadtverband Witten

Drei Teiche: Naturschutz und Bürgerbelange müssen besser ausbalanciert werden

Ratsfraktion

Die Ratsmitglieder Klaus Wiegand (l.) Susanne Bergstein und Robert Beckmann vor der Infotafel zur Renaturierung,

Mit eigenen Augen haben sich drei Ratsmitglieder der SPD jetzt auf dem renaturierten Gelände der Drei Teiche angesehen, woran sich die Verärgerung etlicher Nutzer an der noch gar nicht vollendeten Neugestaltung festmacht. Robert Beckmann, Susanne Bergstein und Klaus Wiegand hatten Bürger und die Stadtverwaltung eingeladen, vor Ort Erläuterungen und Kritik vorzubringen. Ihr gemeinsames Fazit: „Die Verwaltung muss sich noch einmal überlegen, wie sie den Vorstellungen der Bürger näher kommt.“

 

 

Damm war nicht mehr standsicher  

 

Circa 15 Anwohner – vor allem aus der Straße Kermelberg - waren zu dem Rundgang gekommen. Trotz Regen und Graupel hielt sich die kleine Gruppe anderthalb Stunden im Wald auf, um sich die Erläuterungen von Robin Mues aus dem Planungsamt und die Kritik der Bürger anzuhören. Diese äußerten ihr Unverständnis darüber, dass der Borbach an mehreren Stellen nach dem Rückbau zweier Teiche plötzlich den Spazierweg kreuzt.

Vor allem aber kritisierten sie, dass ihr Fahrweg für den Notfall und Fußweg in die Nachbarschaft vom Kermelberg zur Kleinen Borbach gekappt worden ist. Er führte über den Damm, der nun einen tiefen Einschnitt hat, durch den das kleine Gewässer fließt. Der Planer Mues erläuterte: „Der Damm hatte nach 60 Jahren keine Standfestigkeit mehr.“ Beim Abtragen habe sich gezeigt, dass der untere Bereich schon ziemlich „schwabbelig“ war. Eine Erneuerung wäre sehr teuer gewesen. Für die Renaturierung des Bachlaufs hingegen konnte die Stadt sogar eine finanzielle Förderung erhalten.

 

Verbindungsweg ist für die Nachbarschaft wichtig

 

„Der Verbindungsweg ist für die Aufrechterhaltung der Nachbarschaft hier oben jedoch wichtig“, erläuterte Ratsmitglied Susanne Bergstein dem Planer die Bedeutung eines guten Fußweges. Ratsmitglied Robert Beckmann hakte nach, in wieweit die Verwaltung bedacht habe, dass nicht alle Spaziergänger und Anwohner in diesem Bereich gut zu Fuß seien: „Es muss auch für Senioren die Möglichkeit geben, den Verbindungsweg zwischen den beiden Straßen künftig zu nutzen.“ Robin Mues räumte ein, dass das auch auf dem Fußweg, der neu angelegt werden soll, nicht so einfach wäre: „Nach der neuesten Planung soll im naher Umfeld des Dammes zwar ein kleiner Steg über den Borbach führen.“ Der sei aber auch nicht für alle leicht begehbar.

 

Der Bach mäandert wieder

 

Ratsherr Klaus Wiegand verwies als Mitglied des zuständigen Ausschusses für Stadtentwicklung und Umweltschutz erfreut auf die umweltpolitische Bedeutung der Renaturierung: „Der Bach mäandert wieder.“ Das Wasser habe sich – wie gewünscht - einen natürlichen Weg gesucht, der in Schleifen verläuft. Dennoch sprach auch er sich dafür aus, an den Drei Teichen noch eine bessere Balance zwischen dem Naturschutz und den Belangen der Bürger herzustellen.

 
 

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Dr. Nadja Büteführ

 

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