SPD Stadtverband Witten

Ein Hoffnungsschimmer für die Kastanienbäume

Ratsfraktion

Viele Wittener Kastanienbäume leiden ganz offensichtlich. Die Miniermotte und vor allem das Bakterium Pseudomonas syringae setzen ihnen böse zu. Schon vor drei Jahren hatte die Stadtverwaltung wenig Hoffnung, dass die Bäume die von ihnen ausgelöste Komplexkrankheit überleben. Wie Dr. Uwe Rath, SPD-Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umweltschutz, sowie Ratsherr Claus Humbert (Foto) jetzt auf eine aktuelle Anfrage hin erfuhren, besteht jedoch zumindest Hoffnung, dass einige Bäume überleben. Und, dass widerstandsfähige Sorten gefunden werden, die neu angepflanzt werden können.

 

 

 „Ich würde mich freuen, wenn die Kinder auch künftig im Herbst nach Kastanien suchen und mit ihnen basteln könnten“, bekräftigt Claus Humbert.

Auf der Westfeldstraße beispielsweise hatte der Annener in diesem Jahr wahrgenommen, dass sich das Laub der Kastanien schon im Sommer braun verfärbte. Dort, so erfuhr er von der Stadtverwaltung, seien die Bäume offenbar bislang „nur“ von der Motte befallen. Sie sei im gesamten Stadtgebiet weit verbreitet.

Eine schnelle Entsorgung des Laubes der befallenen Bäume von den Straßenflächen könnte zwar ein wenig zur Eindämmung der Motten beitragen, räumen die städtischen Experten ein. Doch ein durchschlagender Erfolg sei von solchen lokalen Maßnahmen nicht zu erwarten. Ganz abgesehen davon, dass ein solcher Aufwand flächendeckend für die Verwaltung nicht zu leisten sei. Das befallene Laub werde also nur im Rahmen der regulären Entsorgung aufgenommen. Für Gehwege seien zudem oft die Bürger zuständig.

 

Gestresste Bäume werden krank

 

„Nach unserem Kenntnisstand zeigen derzeit ca. 40 der insgesamt 284 Kastanienbäume auf städtischen Grundstücken Symptome, welche einen Befall mit Pseudomonas syringae vermuten lassen“, führt die Stadtverwaltung zu den Fragen der Sozialdemokraten weiter aus. Das Bakterium trete vereinzelt und über alle Stadtteile verteilt auf. Aus ihren Beobachtungen leiten die Zuständigen ab: „Es liegt die Vermutung nahe, dass insbesondere gestresste oder vorgeschädigte Bäume (Wurzelschäden, ungünstige Standortfaktoren, etc.) Symptome zeigen.“ Etwa solche mit Wurzelschäden und an ungünstigen Standorten. Gefällt würden die Bäume allerdings erst, wenn es aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht erforderlich sei.

 

Es gibt noch immer sehr vitale Exemplare

 

Insgesamt habe sich die Ausbreitung des sogenannten Kastaniensterbens in 2017 verlangsamt, bzw. habe es sich weniger gezeigt. „Die Entwicklung ist jedoch witterungsabhängig, so dass insgesamt nicht auf einen Rückgang geschlossen werden kann“, gibt es leider keine Entwarnung aus dem Rathaus.

Doch die Stadtverwaltung bestätigt immerhin, dass es offenbar auch in Witten Kastanienbäume gibt, denen das Bakterium nichts anhaben kann: „Auch hier stehen noch besonders vitale Bäume.“ Insofern dürften Kastanienbäume auch weiterhin im städt. Baumbestand zu finden sein. Allerdings sei dieser Bestand überaltert – und resistente Sorten für Nachpflanzungen im Moment noch nicht bekannt.

 

 

 

 

 
 

RALF-KAPSCHACK.DE

 

Dr. Nadja Büteführ

 

Mitmachen

 

WebsoziInfo-News

24.11.2017 17:35 Martin Schulz zur aktuellen Lage
Nach dem krachenden Scheitern der Jamaika-Sondierungen hat sich SPD-Chef Martin Schulz am Donnerstag mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einem Gespräch getroffen. Anschließend hat die Parteiführung beraten. Martin Schulz zum Ergebnis der Beratungen in einem Videobeitrag auf spd.de

24.11.2017 15:35 Vor allem behinderte Frauen Opfer von Gewalt – besserer Schutz aller Frauen dringend notwendig
Am 25. November ist der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“, mit dem jedes Jahr auf die hohe Zahl von weiblichen Gewaltopfern weltweit aufmerksam gemacht wird. Die SPD-Bundestagsfraktion macht sich für den Schutz aller Frauen vor Gewalt stark. Frauen mit Behinderungen sind in besonderem Maße von Gewalt betroffen. Die neue Bundesregierung muss sich insbesondere für

23.11.2017 20:22 Cum/Cum-Geschäfte – Banken rechnen mit Steuernachzahlungen von 500 Millionen Euro
Die Banken rechnen mit 500 Millionen Euro Steuernachzahlungen im Zusammenhang mit rechtswidrigen Cum/Cum-Geschäften. Dies ist nur ein Bruchteil des entstandenen Steuerschadens. Sollte sich die Einschätzung der Banken bestätigen, muss konsequenter gegen diese Steuerumgehung vorgegangen werden. „Cum/Cum-Geschäfte, bei denen die Dividendenbesteuerung umgangen wurde, führten zu einem Steuerschaden in der Größenordnung eines zweistelligen Milliardenbetrags. Das Steuerschlupfloch wurde

23.11.2017 20:21 Impuls für den Kulturtourismus in ländlichen Räumen
Die Bundesregierung weitet das von der SPD-Bundestagsfraktion unterstützte Projekt „Die Destination als Bühne: Wie macht Kulturtourismus ländliche Regionen erfolgreich?“ um eine sechste Modellregion aus und setzt damit neue Impulse für den Kulturtourismus im ländlichen Raum. „Deutschland verfügt über eine beeindruckende Kulturlandschaft. Seit Jahren boomt der Tourismus – vor allem in Großstädten. Ländlich geprägte Regionen haben

23.11.2017 20:20 SPD-Bundestagsfraktion unterstützt Initiative für das Forum Recht in Karlsruhe
Am 22.11.2017 hat der Initiativkreis Forum Recht Karlsruhe, vertreten durch den Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup und den früheren Richter am Bundesgerichtshof, Prof. Günter Hirsch, die vom Bund mit 200.000 Euro finanzierte Machbarkeitsstudie zur Einrichtung des Forum Recht in Karlsruhe an Bundestagsabgeordnete übergeben. Diese Studie ist ein bedeutender Schritt zur Realisierung dieses gesellschaftlich wichtigen Projektes. „Das

Ein Service von websozis.info